Durch den Mangel an Kohle ab ca. 1850 zur Stromerzeugung musste man sich nach alternativen Möglichkeiten umschauen. Um 1890 wurden im Wallis die ersten Wasserkraftwerke errichtet. Die durchs Lötschental bis nach Gampel und Steg fliessende Lonza bot sich als idealer Wasserlieferant für ein Kraftwerk an.

Kraftwerk Gampel I

Um die Kraft der Lonza zu nutzen wurde 1897 in Gampel die Lonza Elektrizitätswerke gegründet. Schon kurz nach der Gründung wurde mit Vermessungsarbeiten für das erste Kraftwerk an der Lonza begonnen. Die Arbeiten für das Kraftwerk konnten bereits 1898 beendet und der Betrieb aufgenommen werden. Der gewonnene Strom wurde aber nicht für die Allgemeinheit verwendet, sondern für die Herstellung von Calciumcarbid und Acetylen. Aus dem kleinen Elektrizitätswerk wurde über die Jahre der heute weltweit tätige Chemiekonzern Lonza.

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Kraftwerkt Gampel II

Die Leistung des Kraftwerks Gampel I reichte schon kurz nach der Inbetriebnahme nicht mehr aus, weshalb man eine Konzession für ein weiteres Kraftwerk anstrebte. Die Konzession wurde erteilt und mit dem Bau 1899 begonnen. Das neue Kraftwerk entstand oberhalb des bisherigen und wurde so gebaut, dass das Wasser aus dem Kraftwerk direkt in die Fassung von Gampel I floss.

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Kraftwerk Gampel III

Auch die Leistung der beiden Kraftwerke reichte nicht lange aus. Die Konzession für ein weiteres Kraftwerk wurde 1904 erteilt. Aufgrund verschiedener Einflüsse wurde der Baustart aber mehrmals herausgeschoben. Erst als während des zweiten Weltkrieges der Bedarf an elektrischer Energie rapide zunahm, wurde mit dem Bau begonnen. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte das Kraftwerk in Betrieb genommen werden. Auch hier wurde beim Bau darauf geachtet, dass das Wasser nach dem turbinieren in die Fassung von Gampel II floss.

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KW Lötschen mit Stausee Ferden

Nach über 50 Betriebsjahren hatten die Kraftwerke Gampel I und II ihr Lebensende erreicht. Daraufhin wurde mittels Studien eruiert, wie die drei Lonza-Kraftwerke durch ein einzelnes ersetzt werden können. Man entschied sich für eine Talsperre unterhalb Ferden mit einem Druckstollen, durch welchen das Wasser in die neue Zentrale Steg gelangt. 1975 floss erstmals Wasser durch den neuen Druckstollen und wurde in Steg turbiniert. Die Kraftwerke Gampel I bis III konnten somit stillgelegt werden.

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